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14. April 2022

„Lebensmittel sind wertvoll“

– Erfolgsgeschichte von Silvia und Karl-Heinz

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Jahr 2019 werden in Deutschland etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich weggeworfen. Den größten Anteil an Lebensmittelabfällen mit über 60 % haben wir Endverbraucher, die privaten Haushalte.

Im Schnitt wirft jeder Deutsche im Jahr 82 kg an Essen weg, unvorstellbar.

Das sind unsere Erfahrungen:
Als unser Haushalt vor einigen Jahren auf 2 Personen schrumpfte, merkten wir bald, dass wir zu viele Lebensmittel eingekauft hatten und auch noch immer für 4 Personen kochten. Dazu kam, dass ich (Silvia) mich strikt an das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) gehalten habe und so viele Lebensmittel weggeworfen habe. Nach ein paar Wochen haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, was wir ändern können.

Als erstes wurde ein Essensplan für die Woche aufgestellt. Dann haben wir entsprechende Einkaufslisten erstellt. Vor dem Einkauf werfen wir noch einen Blick in den Kühl- und Vorratsschrank. Was brauchen wir wirklich? Wir haben uns auch mit dem MHD beschäftigt und vertrauen hier mehr unseren Sinnen. Wenn ein Joghurt 2 Tage über dem MHD ist, wird er aufgemacht und probiert, ob er noch essbar ist. Ich habe gerade Trockenhefe verwendet, die bis 10/2021 zu verbrauchen gewesen wäre. Der Teig ist gut gegangen und das Ergebnis war ebenfalls in Ordnung. Die Kochrezepte stellen wir nun auf 2 Personen um oder essen 2 Tage ein Gericht bzw. frieren ein. Frische Kräuter wachsen auf dem Balkon.
Was gerade ein Thema bei uns ist: wie können wir noch besser die Reste verwerten, z.B. es bleibt Gemüse übrig. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es macht sogar Spaß eigene Rezepte zu kreieren. Wir verarbeiten auch Teile wie den Strunk der Ananas. Das wird Limonade. Junge Blätter von Kohlrabi und Blumenkohl essen wir mit. Auch der Strunk des Blumenkohls kann mitgekocht, püriert oder mitgegessen werden. Einige Stücke meines gebackenen Kuchens habe ich Nachbarn geschenkt.

Es gibt sicher noch viele andere Möglichkeiten, das Wegwerfen von Lebensmitteln zu reduzieren. Wir haben bisher mit unseren Veränderungen gute Erfahrungen gemacht und beschäftigen uns weiter mit dem Thema. Wir möchten auch weiterhin unsere Mahlzeiten mit einem guten Gewissen genießen.

Mach auch aus Deinem Wunsch eine Erfolgsgeschichte! Lass Dich inspirieren durch das APRIL Workbook!